Gesammelte Rechtsprechung zum europäischen Datenschutzrecht

Fallsammlung

Mit dem Ziel der Harmonisierung und der gleichzeitigen Modernisierung des EU-Datenschutzrechts haben das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union am 27. April 2016 die Datenschutz-Grundverordnung (Verordnung (EU) 2016/679) verabschiedet.

Trotz ihres Inkrafttretens seit dem 25. Mai 2018 in allen Mitgliedstaaten sind weiterhin Unterschiede in der nationalen Vollzugspraxis und Rechtsprechung festzustellen. Um Interessierten und Anwendern im Wege der Rechtsvergleichung weitere Erkenntnisse für die Vollzugspraxis und die Anwendung des Datenschutzrechts zu ermöglichen, stellt die Datenschutzstelle Liechtenstein ihren sog. Judikaturspiegel zum europäischen Datenschutzrecht (2018 – 2024) als Download zur Verfügung.

Darin werden ausgewählte Gerichtsentscheide aus Mitgliedstaaten des EWR (aus dem Zeitraum 2018 bis 2024) in Kurzfassung vorgestellt bzw. wesentliche Passagen der Entscheidungen hervorgehoben. Interessierten ist es damit möglich, auch die Eigenheiten des nationalen Rechtsstandes zu ermitteln und abzugrenzen.

Download: – Judikaturspiegel zum europäischen Datenschutzrecht (2018 – 2024)

Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bietet eine hilfreiche Publikation (CASE LAW OF THE EUROPEAN COURT OF HUMAN RIGHTS CONCERNING THE PROTECTION OF PERSONAL DATA) an, die als Fallsammlung verstanden werden kann. Diese dürfte jedoch wohl nur für Interessierte handhabbar sein, die sich intensiv mit der Thematik beschäftigen. Die Rechtsprechungsübersicht (Stand Dezember 2022, in englischer Sprache und im PDF-Format) ist wie folgt abrufbar:
https://rm.coe.int/caselaw-march-24-april/1680ab0b7e

Auch die ebenfalls nützlichen Factsheets zum Thema Datenschutz sind aktualisiert ( Stand Februar 2024, englisch und als PDF) und können unter nachfolgender URL abgerufen werden:
https://www.echr.coe.int/documents/d/echr/FS_Data_ENG

(Foto: Vitalii Vodolazskyi – stock.adobe.com)

Letztes Update:08.02.25

  • E-Mail Ausscheiden Breschäftigter

    Umgang mit E-Mail-Postfächern bei Abwesenheit und Ausscheiden von Beschäftigten

    Der Umgang mit personalisierten E-Mail-Konten ausgeschiedener oder länger abwesender Mitarbeitender zählt zu den häufig nachgefragten Beratungsthemen im Beschäftigtendatenschutz. Im Zentrum steht die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Arbeitgeber:innen auf betroffene Postfächer zugreifen dürfen. Prävention durch klare Prozesse Verantwortliche sollten datenschutzrechtlichen Konflikten bereits durch organisatorische Weichenstellungen vorbeugen. Zu prüfen ist zunächst, ob personalisierte Postfächer überhaupt

    Mehr erfahren
  • Auskunftsrecht gegenüber Anwälten

    Auskunftsrecht nach Art. 15 DS-GVO gegenüber Rechtsanwält:innen

    Beschwerden über unbeantwortete oder unvollständig beantwortete Auskunftsersuchen gegenüber Kanzleien und Einzelanwält:innen gehören zu den regelmäßig auftretenden Fallkonstellationen der Aufsichtspraxis. Im Fokus steht zumeist die Frage der Reichweite des Auskunftsrechts betroffener Personen gegenüber Berufsgeheimnisträger:innen. Grundsatz: DS-GVO gilt auch für Rechtsanwält:innen Rechtsanwält:innen unterliegen als Verantwortliche im Sinne der DS-GVO grundsätzlich uneingeschränkt deren Vorgaben und müssen geeignete Maßnahmen

    Mehr erfahren
  • Juristische Personen können keine Aussage verweigern

    Kein Auskunftsverweigerungsrecht juristischer Personen gegenüber Aufsichtsbehörden

    Das VG Berlin (VG Berlin, Urteil vom 9. Oktober 2025, VG 1 K 607/22) hat in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil die aufsichtsbehördlichen Auskunftsbefugnisse nach Art. 58 Abs. 1 lit. a DS-GVO bestätigt und konkretisiert. Ausgangsfall: Adressvermietung ohne Rechtsgrundlage Hintergrund war die Verwarnung eines Buchverlags, der Kundendaten ohne Einwilligung und ohne sonstige gesetzliche Grundlage zu

    Mehr erfahren
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner