Mindestanforderungen an sicheres Cloud Computing

Cloud C5

Der Kriterienkatalog C5 (Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue) spezifiziert Mindestanforderungen an sicheres Cloud Computing und richtet sich in erster Linie an professionelle Cloud-Anbieter, deren Prüfer und Kunden.

Der C5 legt fest, welche Kriterien das interne Kontrollsystem der Cloud-Anbieter erfüllen muss bzw. auf welche Anforderungen der Cloud-Anbieter mindestens verpflichtet werden sollte. Der Nachweis, dass ein Cloud-Anbieter die Anforderungen des Katalogs einhält und die Aussagen zur Transparenz korrekt sind, wird durch Bericht nach dem Wirtschaftsprüferstandard ISAE 3402 bzw. IDW PS 951 erbracht. Dieser Bericht basiert auf einer Prüfung nach dem internationalen Wirtschaftsprüferstandard ISAE 3000.

Der Kriterienkatalog C5 wurde im Jahr 2016 durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erstmalig veröffentlicht. Der C5 bietet Cloud-Kunden eine wichtige Orientierung für die Auswahl eines Anbieters. Er bildet die Grundlage, um ein kundeneigenes Risikomanagement durchführen zu können. Im Jahr 2019 wurde der C5 grundlegend überarbeitet, um auf aktuelle Entwicklungen einzugehen und die Qualität noch weiter zu erhöhen.

Um das EU-Zertifizierungsschema noch besser an die Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder anzupassen, hat die europäische Cyber-Sicherheitsagentur ENISA am 22. Dezember 2020 die öffentliche Kommentierung des Entwurfs für das Zertifizierungsschema zur Cloud-Sicherheit unter dem Cyber Security Act gestartet. Noch bis 7. Februar 2021 besteht die Möglichkeit, den auf der ENISA-Webseite veröffentlichten Entwurf zu kommentieren.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

(Foto: phonlamaiphoto – stock.adobe.com)


Letztes Update:31.01.21

  • Datenschutz und IT-Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Services

    Datenschutz und IT-Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Services

    Seminar

    574.20 € Mehr erfahren
  • Datenschutz Aktuell

    Datenschutz Aktuell

    Seminar

    678.60 € Mehr erfahren
  • Datenschutz International – wirksame Umsetzung bei grenzüberschreitenden Datentransfers

    Wirksamer Datenschutz muss auch den internationalen Datentransfer berücksichtigen. Deutsche Unternehmen sind häufig stark exportorientiert und global tätig. In der Konsequenz werden auch große Mengen an Daten ausgetauscht. Bei grenzüberschreitenden Datentransfers innerhalb und außerhalb des Unternehmens oder des Konzerns sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen zu erfüllen. Dies stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Die

    Mehr erfahren
  • GDD sammelt Datenpannen

    Der Europäische Datenschutzausschuss hat eine Konsultation zu Beispielsfällen einer Datenschutzverletzung initiiert (Guidelines 01/2021 on Examples regarding Data Breach Notification). Die GDD möchte durch eine Umfrage weitere Fallkonstellationen aus der Praxis sammeln und an den Europäischen Datenschutzausschuss über eine Stellungnahme von CEDPO zurückspielen. Immerhin besteht bei den datenverarbeitenden Stellen die große Herausforderung, eine Meldepflicht zu identifizieren. Dies zeigt

    Mehr erfahren
  • Korrekt Löschen nach DS-GVO

    Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) als gesetzliche Regelung zur Verarbeitung personenbezogener Daten hat den Datenschutz nachhaltig verändert und geprägt. Sie verpflichtet jedes Unternehmen – unabhängig von seiner Größe – zur Implementierung eines Datenschutzmanagementsystems (DSMS). Jeder Verantwortliche hat deswegen eine Datenschutzorganisation vorzuweisen, die in der Lage ist, die Einhaltung datenschutzrechtlicher Pflichten zu gewährleisten. Eine der maßgeblichen Anforderungen ist

    Mehr erfahren