10 Missverständnisse zum Thema „Anonymisierung“
Der Europäische Datenschutzbeauftragte und die spanische Datenschutz-Aufsichtsbehörde haben ein gemeinsames Papier über 10 Missverständnisse im Zusammenhang mit Anonymisierung veröffentlicht.
Die technologischen Entwicklungen der letzten Jahre haben die Nachfrage nach hochwertigen Daten stetig erhöht, so die Autoren des Papiers. In diesem Zusammenhang würden sowohl öffentliche als auch private Stellen die Anonymisierung als Mittel zur gemeinsamen Nutzung von Daten in Betracht ziehen, ohne dabei die Grundrechte des Einzelnen zu verletzen. Mit der wachsenden Popularität der Anonymisierung habe sich jedoch auch einige Missverständnisse in Bezug auf die Anonymisierung verbreitet.
Als gemeinsames Ziel dieses Dokuments wird daher die Schärfung des Bewusstseins für einige Missverständnisse im Zusammenhang mit der Anonymisierung formuliert. Daneben sollen die Leser motiviert werden, Behauptungen über diese Technologie zu überprüfen, anstatt sie ungeprüft zu akzeptieren.
Das Papier befasst sich mit folgenden „Missverständnissen“:
- Pseudonymisierung ist gleichbedeutend mit Anonymisierung
- Verschlüsselung ist Anonymisierung
- Anonymisierung von Daten ist immer möglich
- Anonymisierung ist für immer
- Anonymisierung reduziert die Wahrscheinlichkeit der Re-Identifizierung eines Datensatzes immer auf Null
- Anonymisierung ist ein binäres Konzept, das nicht gemessen werden kann
- Anonymisierung kann vollständig automatisiert werden
- Anonymisierung macht die Daten unbrauchbar
- Wenn wir dem Anonymisierungsprozess folgen, den andere erfolgreich eingesetzt haben, wird unsere Organisation zu gleichwertigen Ergebnissen erzielen
- Es besteht kein Risiko und kein Interesse daran, herauszufinden, auf wen sich diese Daten beziehen
Der Europäische Datenschutzbeauftragte
(Foto: CrazyCloud – stock.adobe.com)
Letztes Update:24.05.21
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