Datenschutzverstoß: 670.000 EUR Bußgeld für Klarna
In einer aktuellen Entscheidung hat das Berufungsgericht in Stockholm bestätigt, dass das schwedische Fintech-Unternehmen Klarna eine Strafe in Höhe von 7,5 Millionen Kronen (ca. 671.000 €) zahlen muss. Diese Entscheidung kommt nach einer langen juristischen Auseinandersetzung, die auf eine ursprüngliche Strafe der schwedischen Datenschutzbehörde IMY im März 2022 zurückgeht.
Der Fall geht auf Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zurück, die Klarna vorgeworfen wurden. Insbesondere wurde festgestellt, dass Klarna auf seiner Webseite unzureichende Angaben zu Zweck und Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung machte. Ebenso fehlten Informationen zur Weitergabe und Übertragung von Daten in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Auch die Aufklärung über die Rechte der Betroffenen wurde als mangelhaft angesehen. Zu Beginn hatte Klarna eine erfolgreiche Berufung eingereicht, die zu einer Reduzierung der Strafe auf 6 Millionen Kronen führte.
Doch die jüngste Berufung des Unternehmens fand kein Gehör: Das Gericht entschied, die ursprüngliche Strafhöhe wiederherzustellen und bezeichnete sie als „wirksam, verhältnismäßig und abschreckend„. Die Entscheidung des Berufungsgerichts hat weitreichende Auswirkungen auf die Datenschutzpraxis von Unternehmen im Fintech-Sektor und darüber hinaus. Klarna hat bisher keine Stellungnahme zu dieser aktuellen Entwicklung abgegeben.
(Foto: macgyverhh – stock.adobe.com)
Letztes Update:25.03.24
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