BSI: Chancen und Risiken generativer KI-Modelle

BSI beleuchtet Chancen und Risiken generativer KI-Modelle

Es gibt bereits zahlreiche Veröffentlichungen, die sich den Chancen aber auch den Risiken widmen, die mit der Nutzung von generativen KI-Modellen einhergehen können.
Unter diesen sticht die Ausarbeitung des BSI sicher schon bereits deswegen hervor, weil sie sich naturgemäß auf das Thema IT-Sicherheitsrisiko fokussiert, wenn die Gefahrenseite generativer KI-Modelle betrachtet wird.

Das BSI wendet sich mit einer Aktualisierung der Veröffentlichung „Generative KI-Modelle -Chancen und Risiken für Industrie und Behörden“ (Stand 17.01.2025) an Unternehmen und Behörden, die über den Einsatz generativer KI-Modelle in ihren Arbeitsabläufen nachdenken, um ein grundlegendes Sicherheitsbewusstsein für diese Modelle zu schaffen und ihren sicheren Einsatz zu fördern. Hierzu werden neben Chancen die wichtigsten aktuellen Gefahren, daraus resultierende Risiken während der Planungsund Entwicklungsphase, dem Betrieb und der Verwendung von generativen KI-Modellen sowie mögliche Gegenmaßnahmen bezogen auf den gesamten Lebenszyklus der Modelle aufgezeigt.

Die Ausarbeitung des BSI kann damit als Grundlage für eine systematische Risikoanalyse dienen, die im Zusammenhang mit der Planungs- und Entwicklungsphase, dem Betrieb oder der Verwendung von generativen KI-Modellen durchgeführt werden sollte. Die Veröffentlichung geht auch auf das Thema „Privacy Attacks“ ein:

Dieser Begriff hat sich in der KI-Literatur als Standard für Angriffe etabliert, bei denen sensible Trainingsdaten rekonstruiert werden. Diese müssen jedoch nicht, anders als der Begriff vielleicht suggeriert, einen Personenbezug haben und können beispielsweise auch Firmengeheimnisse oder ähnliches darstellen. Es ist zu beachten, dass das BSI keine Aussagen zu Datenschutzaspekten im rechtlichen Sinne trifft.

Die aktuelle Fassung wurde um die Chancen, Risiken und Gegenmaßnahmen im Kontext von Bild- und Videogeneratoren ergänzt. Die Risiken und Gegenmaßnahmen wurden innerhalb der Kategorien entsprechend der Reihenfolge, in der sie im Lebenszyklus generativer KI-Modelle auftreten, umsortiert.
Zudem wurden die Risiken teilweise umstrukturiert oder der Einfachheit wegen zusammengefasst.

Vorhandene Informationen zu großen KI-Sprachmodellen wurden auf den aktuellen Stand gebracht. Die Risiken und Maßnahmen wurden aufgrund der Betrachtung weiterer Ausgabemodalitäten jeweils in einen
allgemeingültigen Teil und ggf. weitere modalitätsspezifische Informationen unterteilt.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

Letztes Update:26.01.25

  • Testament mit geschwärzten Zeilen

    408.000 Euro Bußgeld wegen fehlenden Datenschutzes durch Technikgestaltung

    Die spanische Datenschutzbehörde AEPD hat gegen die CaixaBank Geldbußen von insgesamt 510.000 Euro festgesetzt (Verfahren PS-00028-2025). Die Bank hatte bei der Abwicklung von Erbfällen standardmäßig mehr Daten verlangt als erforderlich und die Erben unzureichend informiert. Da sie die Geldbuße freiwillig vorab bezahlte, ermäßigte sich der Betrag um 20 Prozent auf 408.000 Euro. Sachverhalt Nach dem

    Mehr erfahren
  • Papierakten im Müll in einem Büro

    Verlorene Papierakte: DS-GVO greift, Schadensersatz aber nicht

    Auch Papierakten können unter die DS-GVO fallen. Wenn eine solche Akte verschwindet, begründet das aber nicht automatisch einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das hat das LG Magdeburg mit Urteil vom 25.06.2026 (Az. 10 O 1894/25) entschieden. Das Urteil ist rechtskräftig. Sachverhalt Bei einem Fachaufsichtsbesuch in der JVA Burg fiel auf, dass ein Ordner mit der Einsatzakte

    Mehr erfahren
  • Ortungsdienst auf dem Handy: Auf dem linken Handy ist der Schalter auf aus, auf dem rechten auf an

    Standortdaten: 403 Millionen Euro Bußgeld gegen Google

    Die irische Datenschutzbehörde (DPC) hat am 21.09.2026 ein Bußgeld von 403 Millionen Euro gegen Google Ireland verhängt. Gegenstand ist die Verarbeitung von Standortdaten über die Kontoeinstellungen „Location History“, „Web & App Activity“ und „Location Accuracy“ im Zeitraum von Mai 2018 bis Februar 2020. Das Verfahren ging auf Beschwerden europäischer Verbraucherverbände zurück, darunter der europäische Dachverband

    Mehr erfahren
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner