Cybercrime in Deutschland erreicht 2024 neuen Höchststand

Cybercrime 2024

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Bundeslagebild Cybercrime 2024 einen signifikanten Anstieg der Cyberkriminalität in Deutschland festgestellt. Insgesamt wurden 131.391 Fälle von Cybercrime im Inland registriert, was einem Anstieg von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zusätzlich wurden 201.877 Fälle mit Ursprung im Ausland oder unbekannter Herkunft erfasst.

Hauptbedrohungen und Schadensausmaß

Die Bedrohungslage wird maßgeblich durch pro-russische und anti-israelische Hackergruppen geprägt, die gezielt öffentliche Institutionen und Unternehmen angreifen. Besonders Ransomware-Angriffe stellen eine erhebliche Gefahr dar: Im Jahr 2024 wurden 950 solcher Angriffe gemeldet. Der wirtschaftliche Schaden durch Cyberangriffe belief sich laut dem Digitalverband Bitkom auf 178,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 30,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Aufklärungsquote und Täterprofile

Die Aufklärungsquote bei Cybercrime-Delikten im Inland lag bei 31,9 % und damit deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt der polizeilichen Kriminalstatistik. Insgesamt wurden 30.669 Tatverdächtige ermittelt, wobei der Anteil nichtdeutscher Verdächtiger bei 32,7 % lag. Die Altersgruppe der 30- bis unter 40-Jährigen war am häufigsten vertreten.

Politische Reaktionen und Maßnahmen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte die zunehmende Aggressivität der Cyberbedrohungen und kündigte an, die rechtlichen Befugnisse der Behörden zu erweitern sowie höhere Sicherheitsstandards für Unternehmen einzuführen.

Das Bundeslagebild Cybercrime 2024 unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die Cybersicherheitsmaßnahmen in Deutschland zu verstärken und die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Cyberkriminalität auszubauen.

(Foto: hkama – stock.adobe.com)

Letztes Update:03.06.25

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