Folge 90: KI Omnibus Update März 2026 reloaded: Reallabore Spezial

Im DataAgenda-Podcast Folge 89 hat Kai Zenner über die anstehenden Änderungen der KI-Verordnung berichtet, die im August 2026 Geltung erlangen sollen. Einer der Gegenstände der Änderung betrifft das sog. New Legal Framework in Anhang 1. Die dort unter Abschnitt A aufgelisteten Harmonisierungsvorschriften führen zu einer Doppelregulierung. Deshalb sollen die dort aufgeführten Produkte in Abschnitt B überführt werden, sodass Abschnitt B hinfällig würde. Mit dieser Änderung käme es zu weitreichenden Konsequenzen. Die in Abschnitt 1 aufgeführten Produktgruppen unterfielen der Regulierung der KI-Verordnung nur noch sehr eingeschränkt. Das brächte nicht nur Vereinfachungen, sondern es würde den betroffenen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auch das Privileg nehmen in sog. KI-Reallaboren Daten zu Zwecken der KI-Forschung zu verarbeiten, die zu anderen Zwecken erhoben wurden. Für die Entwicklung von Medizin-KI hätte dies erhebliche Konsequenzen. Sie könnte nicht mehr unter dem Schutz der Öffnungsklausel des Art. 59 Abs. 1 KI-VO Daten im Reallabor verarbeiten, um Menschenleben zu retten. Das diskutiere ich im Podcast mit Rechtanwalt Andreas Jaspers (GDD), Professor Dr. Tobias Keber (LfDI BW und DSK), Professor Dr. Dr. Felix Sahm (Universitätsklinik Heidelberg), Dr. Dominik Roderburg (Referatsleiter Staatsmodernisierung in der Staatskanzlei NRW) und Kai Zenner (Büroleiter von MdEP Axel Voss).  

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Letztes Update:25.03.26

  • Pflicht zur Kennzeichnung von KI-Inhalten

    Kennzeichnung KI-generierter Werbeinhalte

    Die Wettbewerbszentrale hat einen Leitfaden zu den Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte in der Werbung vorgelegt, der die seit dem 2. August 2026 geltenden Transparenzvorschriften der KI-Verordnung (Art. 50 KI-VO) mit dem lauterkeitsrechtlichen Rahmen des UWG verzahnt. Deepfakes bei Bild, Ton und Video Nach Art. 50 Abs. 4 KI-VO müssen Betreiber – definiert als jede Person

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  • Auskunftsrecht als vollständige Kopie

    Kein Anspruch auf vollständige Kopie eines Compliance-Berichts

    Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 16.04.2026 (8 AZR 169/25) klargestellt, dass sich das datenschutzrechtliche Auskunftsrecht nach Art. 15 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 S. 1 DS-GVO grundsätzlich nur auf die in einem Dokument enthaltenen personenbezogenen Daten bezieht und nicht auf das Dokument als Ganzes. Sachverhalt Eine leitende Angestellte war Gegenstand einer arbeitgeberseitig beauftragten Compliance-Untersuchung

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  • KI Praxisleitfaden

    Praxisleitfaden zu KI-Systemen mit geringem Risiko

    Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) hat im Juli 2026 einen praxisorientierten Leitfaden zum datenschutzkonformen und digital-souveränen Einsatz Künstlicher Intelligenz vorgelegt. Adressiert werden explizit Verantwortliche in kleineren Verwaltungen sowie KMU, die KI-Systeme mit begrenztem oder minimalem Risiko im Sinne der KI-VO einsetzen – etwa interne Chatbots oder Text-Zusammenfassungstools. Damit schließt der LfDI

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