Deutsche Wirtschaft leidet unter Cyberangriffen

Cyberangriff

Die aktuellen Zahlen des Bitkom stützen, was bereits im Bericht des BSI als Fazit für das Jahr 2023 zu lesen war: Die Bedrohung im Cyberraum ist so hoch wie nie zuvor.

Die aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass in den letzten zwölf Monaten 81 Prozent der Unternehmen Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage wurden. Weitere 10 Prozent vermuten, betroffen gewesen zu sein. Dies stellt eine signifikante Zunahme im Vergleich zu den Vorjahren dar. Der durch diese Angriffe verursachte Schaden stieg um etwa 29 Prozent auf 266,6 Milliarden Euro, was den bisherigen Rekordwert von 223,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 übertrifft.

Besonders beunruhigend ist der Anstieg der Angriffe durch organisierte Kriminalität und ausländische Geheimdienste. 70 Prozent der betroffenen Unternehmen konnten die Angriffe organisierter Kriminalität zuordnen, während ausländische Geheimdienste in 20 Prozent der Fälle als Täter identifiziert wurden – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Besonders China und Russland stehen im Verdacht, maßgeblich an diesen Angriffen beteiligt zu sein, wobei China als Hauptquelle für Cyberangriffe genannt wird.

Die Studie zeigt zudem, dass 80 Prozent der Unternehmen eine Zunahme von Cyberattacken verzeichnen, wobei Ransomware-Angriffe besonders häufig Schäden verursachen. Diese Angriffe sind für einen Großteil des wirtschaftlichen Schadens verantwortlich, der auf Cybercrime zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Vorjahr ist der finanzielle Schaden durch Cyberangriffe um rund 30 Milliarden Euro gestiegen.

Die zunehmende Bedrohungslage hat dazu geführt, dass Unternehmen verstärkt in IT-Sicherheit investieren. Der Anteil der Ausgaben für IT-Sicherheit am IT-Gesamtbudget ist auf 17 Prozent gestiegen, wobei 39 Prozent der Unternehmen 20 Prozent oder mehr ihres IT-Budgets in Sicherheitsmaßnahmen investieren.

(Foto: Sirikuan – stock.adobe.com)

Letztes Update:31.08.24

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