Gutachten: Datenschutz‑Defizite bei PayPal
Ein aktuelles Gutachten des Netzwerks Datenschutzexpertise kritisiert die DS-GVO‑Praxis von PayPal. Demnach erhebt und verarbeitet der Zahlungsdienstleister weit über die reine Zahlungsabwicklung hinausgehende Daten – darunter Transaktions-, Identifikations-, Geräte- und abgeleitete Profildaten – auch für Werbe- und Marketingzwecke. Sensible Daten werden teilweise ohne hinreichende Schutzmaßnahmen verarbeitet.
Zentrale Schwachstellen betreffen Transparenz und Einwilligung: Nutzer werden unzureichend über Zwecke, Rechtsgrundlagen, Datenempfänger und gemeinsame Verantwortlichkeiten informiert, und Einwilligungen entsprechen oft nicht den DSGVO‑Vorgaben. Weiterhin kritisiert das Gutachten Datenweitergaben an rund 600 Dritte weltweit, überlange Speicherdauern und unzureichenden Schutz besonderer Datenkategorien.
Aus Datenschutz- und Compliance-Perspektive scheint eine ganze Menge an Handlungsbedarf in punkto Transparenz, Zweckbindung, Einwilligungsmanagement und Drittparteienkontrolle zu bestehen.
(Foto: Александр Довянский – stock.adobe.com)
Letztes Update:04.01.26
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