Einwilligung für Fotos

Einwilligung für Fotos

Frage des GDD-Erfa-Kreises Coburg zum Thema Einwilligung für Fotos:

Auf einer Veranstaltung werden Fotos durch den Veranstalter gemacht. Bei Portraitfotos ist eine Einwilligung notwendig. Wie verhält es sich bei der Aufnahme von mehreren Personen, die „einfach im Raum stehen“, aber trotzdem gut zu erkennen und identifizieren sind, z.B. bei Veranstaltungen von kleinen Vereinen mit überschaubarer Anwesenheitszahl? Diese Bilder sollen danach zum Beispiel an die Presse gegeben werden. Benötigt man für jedes Foto eine Einwilligung aller darauf zu Erkennenden, auch wenn diese nur von der Seite oder von Hinten aufgenommen wurden?

Antwort des BayLDA:

Wenn Vereine eigene Veranstaltungen machen und dort fotografiert wird (also z.B. durch Mitglieder im Auftrag des Vereins) und diese Bilder veröffentlichen wollen, kann dies im Rahmen der sog. Interessensabwägung nach Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f DS-GVO zulässig sein, ohne dass man eine ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Personen einholen muss. Dies gilt auch, wenn einzelne Personen gut identifizierbar sind – solange eben die Veranstaltung als solche Anlass und Vordergrund der Berichterstattung ist und nicht die einzelne Person als solche.
Anders ist es aber, wenn Kinder davon betroffen sind. Hier ist eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten einzuholen.
Unabhängig davon sind die betroffenen Personen auf geeignete Art und Weise (z.B. Aushänge) insbesondere darauf hinzuweisen, dass und zu welchen Zwecken Bilder gemacht und wo sie veröffentlicht werden sollen. Personen, die sich nicht fotografieren lassen möchten, können sich dann darauf einstellen und sich entsprechend verhalten

Letztes Update:03.04.19

  • BSI IT-Grundschutz++

    BSI veröffentlicht Methodikleitfaden für Grundschutz++

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Anfang April 2026 die erste Version seines Leitfadens zur Methodik des Grundschutz++ veröffentlicht. Das Dokument markiert einen weiteren Schritt bei der Ablösung des klassischen IT-Grundschutzes durch den modernisierten Nachfolgestandard. Inhalt und Zielsetzung Der Leitfaden bildet einen zukunftsgerichteten Ordnungsrahmen für den systematischen Aufbau und die Weiterentwicklung eines Informationssicherheitsmanagementsystems.

    Mehr erfahren
  • Podcast-Folge 91 der Data Agenda mit Prof. Dr. Schwartmann und Céleste Spahić im Experten-Talk über Daten und Digitalisierung.

    Folge 91: KI-Kompetenz und KI-Kompetenzen

    KI ist ein Werkzeug, welches vielfältig eingesetzt wird. Das erfordert Verständnis für die neue Technik und Kompetenz für den Einsatz. Allerdings kann KI auch Kompetenzen in Menschen entfalten und gezielt eingesetzt werden, um sich seiner selbst bewusster zu werden. Wie das gehen kann, erklärt die Buchautorin Céleste Spahić im DataAgenda Datenschutz Podcast. Weitere ThemenFolge 82:

    Mehr erfahren
  • Arbeitszeiterfassung datenschutzkonform

    Datenschutzkonforme Anwesenheitsübersicht im Zeiterfassungssystem

    Ein Fallbeispiel aus dem sächsischen Tätigkeitsbericht 2025 zeigt, wie die flächendeckende Freischaltung einer „Anwesenheitsübersicht“ in einem elektronischen Zeiterfassungssystem gegen den Grundsatz der Datenminimierung verstoßen kann – und welche Konsequenzen drohen, wenn Verantwortliche die datenschutzrechtliche Erforderlichkeit nicht hinreichend begründen können. Ausgangslage In sächsischen Finanzämtern war die Funktion „Anwesenheitsübersicht“ eines Zeiterfassungssystems zunächst so konfiguriert, dass sämtliche Beschäftigte

    Mehr erfahren
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner