Anforderungen für IT-Sicherheit der vertragsärztlichen und -zahnärztlichen Versorgung

TOMs für den E-Mail-Versand

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat bis zum 30. Juni 2020 eine Richtlinie vorzulegen, womit die Anforderungen an die IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und -zahnärztlichen Versorgung geregelt werden sollen. Diese müssen geeignet sein, Störungen der informationstechnischen Systeme zu vermeiden. Dieser Auftrag des Gesetzgebers resultiert aus der Normierung eines neuen § 75b SGB V. Teil der Sicherung soll auch die Sicherung der Telematikinfrastruktur sein, woran speziell die Gesellschaft für Telematik (gematik) beteiligt werden soll. In die Bewertung der allgemeinen Anforderungen sollen insbesondere der aktuelle Stand der Technik und das Gefährdungspotenzial einfließen, einschließlich einer jährlichen Aktualisierung.

Beteiligung und Zustimmung zahlreicher Akteure

Die Richtlinie verlangt das Einvernehmen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Beteiligung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), derBundesärztekammer, derBundeszahnärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der für die Wahrnehmung der Interesse der Industrie maßgeblichen Bundesverbände aus dem Bereich der Informationstechnologie im Gesundheitswesen.

Für wen gilt die Richtlinie?

Diese Richtlinie ergeht verbindlich für alle Einrichtungen der vertragsärztlichen und -zahnärztlichen Versorgung. Ausgenommen sind lediglich die Krankenhäuser, die bereits angemessene Vorkehrungen nach § 8a Abs. 1 des BSI-Gesetzes getroffen haben. Bei der Umsetzung der Richtlinie sind die Leistungserbringer von eigens zertifizierten Anbietern zu unterstützen. Die Anforderungen an eine Zertifizierung dieser Anbieter muss das BSI bis zum 31. März 2020 erstellen.

Letztes Update:20.01.20

  • Homeschooling

    Datenschutz und Unterricht während der Corona-Pandemie

    Die Corona-Krise ist auch ein Treiber und Katalysator für Entwicklungen aus den verschiedensten Bereichen. Unternehmen, Schulen und alle anderen Daten verarbeitenden Stellen sind einerseits weiterhin auf gemeinsames Lernen oder gemeinsames Arbeiten angewiesen, müssen jedoch aus nachvollziehbaren Gründen momentan „auf Abstand zueinander“ gehen.  Vor allem hier werden schmerzlich Kollaborationstools- und Plattformen vermisst, die nicht nur praxiserprobt

    Mehr erfahren
  • Beherrschung der „Dokumentations-Wut“ der neuen DS-GVO

    Datenschutz-Maßnahmen verwalten und dokumentieren Gastbeitrag von Günther Otten Ist die Dokumentationsverpflichtung wirklich neu? Wir kennen sie doch eigentlich noch aus dem alten BDSG. Dort bestand ebenfalls die Pflicht, beispielsweise ein Verfahrensverzeichnis zu führen. Das Problem: Kaum einer nutzte es, da es für die Praxis nur geringe Relevanz hatte. Dies war auch den Aufsichtsbehörden bewusst. Die

    Mehr erfahren
  • Homeoffice Selbst-Check

    Datenschutz im Homeoffice: Selbst-Check des BayLDA

    Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass das Thema Homeoffice auch bei Unternehmen, die sich bislang nicht intensiv damit beschäftigt haben, in den Vordergrund gerückt ist. Im „Normalfall“ stellt sich die Einrichtung eines Home-Office-Arbeitsplatzes als eine wohl überlegte und gut geplante Maßnahme dar. Damit auch im Falle einer pandemiebedingten, schnelleren Umsetzung der Verlagerung, der Datenschutz am

    Mehr erfahren