Aufsichtsbehörden und Videokonferenz-Anbieter

In den letzten Monaten haben sich nicht nur Anwender und Unternehmen intensiv mit möglichen Videokonferenz-Systemen beschäftigt, sondern auch immer wieder die Datenschutz-Aufsichtsbehörden.

Zwei Anbieter gerieten immer wieder in den Fokus:
Der Anbieter der Videokonferenz-Software Zoom geriet immer wegen fehlender Datenschutz-Features in die Kritik. Gut zu beobachten war jedoch, wie der Anbieter die wesentlichen Kritikpunkte ernst nahm, schnell nachbesserte und so die (vermeintlichen) Schwäche in punkto Datenschutz und Datensicherheit durch ernsthafte und stetige Nachbesserungen zum Wettbewerbsvorteil verwandelte.
So lässt der LfDI Baden-Württemberg in einer aktuellen Mitteilung vermelden, dass nach intensiven Gesprächen zwischen dem LfDI und Zoom die angesprochenen schweren Sicherheitslücken, für welche Zoom in der Vergangenheit schon mehrfach in der Kritik stand (Tracking und Fragen der Nutzerfreundlichkeit) durch den Anbieter nachgebessert wurden. ‚
Im Verlauf der Gespräche habe Zoom deutlich den Willen zur Verbesserung seines Dienstes gezeigt – und haben dem auch Taten folgen lassen.
Wenn man bedenkt, dass manch ein Anbieter frei nach dem Motto „nicht geschimpft, ist genug gelobt“ verfährt, kann Zoom wohl mit dieser Aussage gut leben.

Auch über eine weitere Videokonferenz-Software wurde in jüngster Vergangenheit öfter diskutiert. In einer zweiseitigen „Checkliste für die Durchführung von Videokonferenzen während der Kontaktbeschränkungenwarnte Berlins Datenschutzbehörde vor dem Einsatz von verbreitet eingesetzten Programmen, die bestimmte Bedingungen nicht erfüllten. Genannt werden Microsoft, Skype und Zoom.
Auch nach einer Abmahnung und der Aufforderung von Microsoft „unrichtige Aussagen so schnell wie technisch möglich zu entfernen und zurückzunehmen“ steht die Aufsichtsbehörde jedoch zu ihren wesentlichen Aussagen, wie sich aus einem Brief der Berliner Aufsichtsbehörde an Microsoft ergibt.



Letztes Update:24.06.20

  • Online-Kompaktkurs:  IT-Sicherheit und Home-Office

    Online-Kompaktkurs: IT-Sicherheit und Home-Office

    Seminar

    141.61 € Mehr erfahren
  • Online - Kompaktkurs: Datenschutz und Home Office - vom Provisorium zum Dauerzustand

    Online - Kompaktkurs: Datenschutz und Home Office - vom Provisorium zum Dauerzustand

    Online-Kompaktkurs

    141.61 € Mehr erfahren
  • Telekommunikations-Telemediendatenschutz-Gesetz (TTDSG) in Kraft getreten

    Zum 01.12.2021 ist das neue TTDSG in Kraft getreten. Ziel der Neuregelung ist die erforderliche Anpassung der Datenschutzbestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) und des Telemediengesetzes (TMG) an die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sowie die – bereits lange ausstehende – Umsetzung der e-Privacy-Richtlinie (RiLi 2002/58/EG in der durch die RiLi 2009/136/EG geänderten Fassung). Das hat zur Folge, dass es

    Mehr erfahren
  • 3G-Regel

    Umsetzung der 3G-Regelung – Hinweise und Orientierung

    Seit Mittwoch, den 24.11.2021 sollen am Arbeitsplatz die sog. 3G-Regelungen gelten. Der Deutsche Bundestag und der Bundesrat haben die Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze beschlossen. Die neuen Regelungen beinhalten arbeitsrechtliche und arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen sowie Unterstützungsleistungen.Die Regelungen sollen dazu beitragen, die akute vierte Infektionswelle möglichst schnell zu brechen und das allgemeine Infektionsgeschehen in Deutschland effizient

    Mehr erfahren
  • Koalitionsvertrag

    GDD äußert sich zu Datenschutz im Koalitionsvertrag

    Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e.V. nimmt die am 24.11.2021 erfolgte Veröffentlichung des Koalitionsvertrags 2021 – 2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD),. BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten (FDP) zum Anlass, um die wesentlichen Aussagen zum Thema Datenschutz herauszuarbeiten: Im Koalitionsvertrag setzen sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für

    Mehr erfahren