Häufig gestellte Fragen zur Auftragsverarbeitung

Nach dem die DS-GVO vor mehr als zwei Jahren Wirksamkeit erlangt hat, hatten die Verantwortlichen ausreichend Zeit, eine Anpassung ihrer Datenschutzorganisation auch im Hinblick auf die Überprüfung bestehender Vertragsverhältnisse sowie die Anpassung der Vertragsmuster für zukünftige Outsourcing-Dienstleistungen, vorzunehmen.
Für den Bereich der Auftragsverarbeitung scheinen jedoch viele Einzelfragen noch in der Diskussion zu sein, sei es die Abgrenzung zur Funktionsübertragung oder zur gemeinsamen Verantwortlichkeit, das Fortbestehen der bisherigen Privilegierung von Auftragsverhältnissen oder schlicht die Anwendung auf Fernwartungsvorgänge. Diese Fragen müssen nicht nur durch Wissenschaft und Praxis, sondern auch durch die Datenschutz-Aufsichtsbehörden befriedigend gelöst werden.

Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen (LfD Niedersachsen) hat die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema gesammelt und stellt ihre Antworten in einer FAQ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um nachfolgende Fragen:

  • 1. Was versteht man unter einer Auftragsverarbeitung?
  • 2. Wann ist die beauftragte Verarbeitung personenbezogener Daten eine Auftragsverarbeitung nach Art. 28 Abs. 1 DS-GVO?
  • 3. Ist für die vom Auftragsverarbeiter vorgenommene Verarbeitung personenbezogener Daten eine Rechtsgrundlage erforderlich?
  • 4. Kann es besondere Konstellationen geben, in denen ausnahmsweise keine Auftragsverarbeitung vorliegt, weil die Datenverarbeitung nur ein „ungewolltes Beiwerk“ einer (Haupt-)Dienstleistung darstellt?
  • 5. Für den Fall, dass die beabsichtigte Datenverarbeitung eine Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DS-GVO ist: In welcher Rolle befinde ich mich?
  • 6. Muss eine Vereinbarung zwischen dem Verantwortlichen und dem Auftragsverarbeiter geschlossen werden?
  • 7. Im Folgenden finden Sie Antworten zu verschiedenen Einzelfällen.
  • 8. Müssen Behörden oder sonstige öffentliche Stellen in Niedersachsen neben Art. 28 DS-GVO Sonderregelungen zur Auftragsverarbeitung beachten?
  • 9. Kann ein Auftragsverarbeiter seinen Sitz auch außerhalb der Europäischen Union/des Europäischen Wirtschaftraums haben?
  • 10. Sind „Alt-Verträge“ zur Auftragsverarbeitung anzupassen?
  • 11. Was soll ich machen, wenn ich als Verantwortlicher unsicher bin und noch keinen Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen habe?

Letztes Update:09.07.20

  • Grundlagen der Auftragsverarbeitung

    Grundlagen der Auftragsverarbeitung

    Seminar

    812.00 € Mehr erfahren
  • Gemeinsame Verantwortlichkeit: Die neue Auftragsverarbeitung?

    Gemeinsame Verantwortlichkeit: Die neue Auftragsverarbeitung?

    Seminar

    1032.40 € Mehr erfahren
  • BSI-Standard zum Notfallmanagement wird aktualisiert

    Das BSI entwickelt den IT-Grundschutz weiter fort. In absehbarer Zeit soll auch der Standard 100-4 ersetzt werden. Mit dem BSI-Standard 100-4 hatte das BSI begonnen, einen systematischen Weg aufzuzeigen, wie ein Notfallmanagement in einer Behörde oder einem Unternehmen aufgebaut werden kann, um die Kontinuität des Geschäftsbetriebs sicherzustellen.Der Standard 100-4 wird durch den neuen Standard 200-4

    Mehr erfahren
  • Datenschutzorganisationen prüfen und beurteilen mit begrenztem Zeitaufwand!

    Die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) hält Unternehmen und andere datenverarbeitenden Stellen weiter in Atem. Auch lange nach ihrem Inkrafttreten stellt sie für viel Organisationen eine große Herausforderung dar. Aber auch dort, wo bereits viel Engagement in die Umsetzung des europäischen Datenschutzrechts gesteckt wurde, hat wohl noch niemand das Ziel der hundertprozentigen DS-GVO-Compliance erreicht. Komplexe Materie

    Mehr erfahren
  • Data Breach

    Beispiele für Informationspflichten bei Datenpannen

    Nach ErwG 85 der DS-GVO kann eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten  – wenn nicht rechtzeitig und angemessen reagiert wird – einen physischen, materiellen oder immateriellen Schaden für natürliche Personen nach sich ziehen, wie etwa Verlust der Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten oder Einschränkung ihrer Rechte, Diskriminierung, Identitätsdiebstahl oder -betrug, finanzielle Verluste, unbefugte Aufhebung der

    Mehr erfahren