Hinweis auf Informationspflichten in E-Mails

Hinweis auf Informationspflichten in E-Mail

Frage des GDD-Erfa-Kreises Coburg zu Informationspflichten in E-Mails:

Wenn ein Angebot an eine betroffene Person per E-Mail verschickt wird, ist es dann möglich bezüglich der Informationspflichten auf die Datenschutzerklärung zu verweisen oder müssen diese als z.B. PDF direkt der E-Mail angehängt werden?

Antwort des BayLDA:

Das WP 260 erlaubt eine „gestufte“ Vorgehensweise. In der ersten Stufe sollte auf die Identität des Verantwortlichen, die Zwecke der Verarbeitung und das Bestehen von Betroffenenrechten hingewiesen werden; auch überraschende Verarbeitungen sollten genannt werden. In einer zweiten Stufe müssen dann alle Informationen unabhängig in welchem Absatz sie in Art. 13 und 14 gefordert werden, gegeben werden. Hierbei kann auf eine Datenschutzerklärung auf der Webseite verwiesen werden. Es muss dabei jedoch sichergestellt werden, dass nicht auf eine allgemeine „Datenschutzinformation für alle Fälle“ verwiesen wird, sondern, dass der interessierte Betroffene insbesondere erkennt, was die Rechtsgrundlage der Verarbeitung in seinem speziellen Fall ist. Es kann daher im Zweifel keine „One-Size-Fits-All-Information“ für alle betroffenen Personen also Beschäftigte, Kunden, Geschäftspartner, Webseitenbesucher und Lieferanten geben.

 

(Bild von Muhammad Ribkhan auf Pixabay )

Letztes Update:05.05.19

  • Der neue Kundendatenschutz: Kunden datenschutzkonform gewinnen und binden

    Der neue Kundendatenschutz: Kunden datenschutzkonform gewinnen und binden

    Seminar

    940.10 € Mehr erfahren
  • Websites datenschutzkonform gestalten

    Websites datenschutzkonform gestalten

    Seminar

    833.00 € Mehr erfahren
  • Teleworking unter Beachtung von Datenschutz und Sicherheit

    Teleworking unter Beachtung von Datenschutz und Sicherheit

    Seminar

    940.10 € Mehr erfahren
  • Fax

    Nutzung von Fax-Diensten bei sensiblen Daten unzulässig

    Seit der offiziellen Einführung des Faxdienstes in Deutschland durch die damalige Deutsche Bundespost sind mehr als 40 Jahre vergangen. Der Faxdienst wird in Deutschland damit fast genauso lange genutzt, wie es Videotext (Teletext) gibt. Beide Dienste erfreuen sich in Deutschland eines Nutzerkreises in Millionenhöhe. Geht es nach dem Willen der deutschen Datenschutz-Aufsichtsbehörden geht es einem

    Mehr erfahren
  • Verwarnung wegen Mitarbeiterexzess

    Regel: Unternehmen haften für Datenschutzverstöße ihrer Beschäftigten Nach Auffassung der Datenschutzkonferenz (DSK) als Gremium der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden sollen Unternehmen im Rahmen von Art. 83 DS-GVO für Datenschutzverstöße eines jeden Beschäftigten haften, wenn der Mitarbeiter nicht im Exzess (für eigene Zwecke) gehandelt hat. Dabei sei nicht erforderlich, dass für die Handlung ein gesetzlicher Vertreter oder eine

    Mehr erfahren
  • Impfstatus

    Impfstatus: Abfrage durch Arbeitgeber

    Der Bundestag hat am Dienstag, 7. September 2021 einstimmig dem von den Koalitionsfraktionen initiierten 30-Milliarden-Euro-Aufbaufonds für die vom Juli-Hochwasser betroffenen Gebiete zugestimmt. Der angenommene Gesetzentwurf, mit dem auch das Infektionsschutzgesetz mit Blick auf die Corona-Pandemie geändert wurde, beinhaltet eine Verpflichtung, bei der Einreise über einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis zu verfügen. Ferner ist in bestimmten Einrichtungen eine Auskunftspflicht der Mitarbeiter

    Mehr erfahren