Öffentliches Konsultationsverfahren zum Thema Anonymisierung

Anonymisierung

Um auch beim Datenschutz den Aspekt des gesellschaftlichen Austauschs weiter zu fördern, ermöglicht der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) als Novum ein öffentliches Konsultationsverfahen, zu aktuellen und übergreifenden Fragen. Die Ergebnisse der Konsultationen sollen dann in einem Positionspapier konsolidiert werden. Die Konsultationsverfahren richten sich insbesondere an Akteure aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung, die sich mit den jeweiligen Thema befassen.

Das erste Konsultationsverfahren des BfDI hat die Anonymisierung personenbezogener Daten unter der DS-GVO zum Thema.

  • Stellt die Anonymisierung nach der aktuellen Rechtslage eine Verarbeitung dar, die einer Rechtsgrundlage bedarf?
  • Welche Anforderungen muss ein Verantwortlicher erfüllen, wenn er personenbezogene Daten anonymisieren möchte?
  • Und auf welche Rechtsgrundlage könnte die Anonymisierung gegebenenfalls gestützt werden?

Als Arbeitsgrundlage hat der BfDI einen Entwurf des Positionspapiers zum Abruf bereitgestellt. Der Entwurf analysiert anhand der oben formulierten Leitfragen die aktuelle Rechtslage zur Anonymisierung. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Anonymisierung von Daten gelegt, die im Zusammenhang mit der Erbringung von TK-Dienstleistungen erhoben wurden.

Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e.V.
hat an diesem Konsultationsverfahren, welches am 23.03.2020 enden wird, teilgenommen und Ihre Stellungnahme dazu auf Ihrer Internetseite vorgestellt. Gewohnt konstruktiv setzte sich die GDD mit dem Thema auseinander und regt abschließend an, dass der europäische Gesetzgeber eine Definition der Anonymisierung in die DS-GVO aufnimmt und diese der Löschung gleichsetzt.

Die Stellungnahme der GDD zum Konsultationsverfahren kann hier abgerufen werden.

(Bild von Pete Linforth auf Pixabay)

Letztes Update:19.03.20

  • Big Data-Analysen nach DS-GVO und BDSG

    Big Data-Analysen nach DS-GVO und BDSG

    Seminar

    2020-09-02, 08:00 | Düsseldorf

    940.10 € Mehr erfahren
  • Datenschutzrecht kompakt

    Datenschutzrecht kompakt

    Seminar

    2020-10-20, 08:00 | Frankfurt/M.

    1511.30 € Mehr erfahren
  • Videokonferenzen

    Neue Praxishilfe: Videokonferenzen und Datenschutz

    Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e.V. hat auf die aktuell anhaltende Unsicherheit im Hinblick auf datenschutzkonform einsetzbare Videokonferenz-Systeme reagiert und eine neue Praxishilfe veröffentlicht. Die Inhalte der „GDD-Praxishilfe DS-GVO XVI Videokonferenzen und Datenschutz“ wurden im Rahmen des GDD-Arbeitskreises „DS-GVO Praxis“ erstellt. Die neue Praxishilfe soll einen Beitrag zur Beseitigung bestehender Unsicherheit im Hinblick

    Mehr erfahren
  • Neues DataAgenda-Arbeitspapier zur Zulässigkeit von Handytracking wegen Corona

    Die Debatte um eine „Corona-App“ entwickelt sich annährend so rasant wie das Virus selbst. Im Rennen um ein „digitales Medikament“ unter Einsatz von Mobilfunkstandorten, GPS- und WLAN-Daten oder Bluetooth-Daten haben Vorschläge die Nase vorn, die per Bluetooth des Handys messen, ob sich Personen derart nahegekommen sind, dass die Gefahr einer Infektion besteht. Am 1.4.2020 verlautbarte

    Mehr erfahren
  • Corona und DSK

    Geschlossene Stellungnahme zur Corona-Pandemie

    Nach dem sich einzelne Datenschutz-Aufsichtsbehörden mit Stellungnahmen und Pressemitteilungen zu konkreten datenschutzrechtlichen Fragestellungen, die sich im Umgang mit der Pandemie ergeben, geäußert haben, gibt es nun auch eine Entschließung der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (vom 03.04.2020). Die Kernaussage dürfte lauten: „Für die Stabilität von Staat und Gesellschaft ist es in

    Mehr erfahren