Sicherheit bei Messenger-Diensten: BSI nennt technische Grundlagen

Das Bundeskartellamt hat Anfang November 2021 einen Zwischenbericht „Branchenüberblick und Stimmungsbild Interoperabilität“ zu seiner Sektoruntersuchung Messenger- und Video-Dienste veröffentlicht.

Das Bundeskartellamt hat sich im Rahmen der Untersuchung mit Fragen beschäftigt wie:
Wie sicher die persönlichen Daten bei Messenger- und Video-Diensten?
Sollten Gesetzgeber und Behörden dafür sorgen, dass eine Kommunikation über die verschiedenen Anbieter hinweg möglich ist?

Mit dem Zwischenbericht bietet das Bundeskartellamt zunächst einen Überblick über die Rahmenbedingungen der Branche sowie die verschiedenen Anbietergruppen, Funktionalitäten und Geschäftsmodelle. Außerdem werden die Ergebnisse einer Befragung von über 40 verschiedenen Diensteanbietern zum Thema Interoperabilität dargestellt und eine erste rechtliche, technische und wissenschaftliche Einordnung dazu vorgenommen. Ziel ist es, im kommenden Jahr einen Abschlussbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen zu präsentieren.

Das Bundeskartellamt hat sich dabei im Rahmen der bestehenden Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu technischen und sicherheitsrelevanten Fragen bei Messenger- und Video-Diensten ausgetauscht. Seitens des BSI erschien zeitgleich eine ergänzende Publikation zur Funktionsweise sowie zu den Sicherheitsanforderungen und -eigenschaften moderner Messenger.
Die Zusammenarbeit bei diesem Zwischenbericht der Sektoruntersuchung zu Messenger- und Video-Diensten ist die erste in dieser Form.

Das technische Paper des BSI begleitet die Sektoruntersuchung des Bundeskartellamts und beschreibt die grundlegende Funktionsweise von Messengern und die verschiedenen Verschlüsselungsarten. Im Fokus stehen dabei die verwendeten Kommunikationsprotokolle, deren Sicherheitseigenschaften sowie anfallenden Metadaten. Von besonderem Interesse ist eine mögliche zukünftige Interoperabilität verschiedener Messenger, ohne dabei das Sicherheitsniveau einzuschränken.

(Foto: maramade – stock.adobe.com)

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