Unternehmen hadern mit der DS-GVO
Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 503 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland scheint ein Großteil der Unternehmen mit der Umsetzung der DS-GVO im eigenen Hause unzufrieden – sehen jedoch diese Defizite nicht als etwas, was sie selbst zu verantworten haben.
Vielmehr seien die Defizite das Ergebnis von Rechtsunsicherheit und einer widersprüchlichen Auslegung der Datenschutzvorgaben innerhalb Europas und zwischen den Bundesländern.
Das Erscheinen neuer Guidelines sehen 88 Prozent der befragten Unternehmen als weiteren Grund für die internen Hemmnisse einer weitreichenderen Umsetzung an. Das Erscheinen neuer Guidelines kann aber auch als Indikator dafür gesehen werden, dass die Aufsichtsbehörden die Rechtsvorschriften mit „Leben füllen“ und die Anwendbarkeit durch steigern und damit eigentlich die Rechtsunsicherheiten eliminieren, die 78 Prozent als Hemmnis sehen.
77 Prozent geben an, dass durch das Ausrollen neuer Tools immer wieder eine neue Prüfung in Gang gesetzt wird. Auch das dürfte „kein Bug, sondern ein Feature“ der DS-GVO sein. Das Versprechen der DS-GVO ist bspw. nicht, dass eine einmal durchgeführte Risikoanalyse oder Datenschutz-Folgenabschätzung auf alle erdenklich Verarbeitungen oder Tools passt.
40 Prozent der befragten Unternehmen kritisieren, dass Ihnen die DS-GVO keinen Wettbewerbsvorteil auf dem internationalen Markt für das eigene Unternehmen gebracht habe – und 30 Prozent sehen sogar Wettbewerbsnachteile.
Die weiteren Ergebnisse finden Sie in der Präsentation: „Datenschutz in der deutschen Wirtschaft: DS-GVO & internationale Datentransfers“ des BITKOM.
Letztes Update:23.10.22
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