VS-NfD Dokumente dürfen mit Gpg4win verschlüsselt werden

VS-NfD

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik teilt mit, dass Behörden ab sofort auch mit der Geheimhaltungsstufe VS-NfD eingestufte vertrauliche Inhalte unter Verwendung des OpenPGP Standards verschlüsseln und austauschen dürfen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat dazu erstmalig die Software Gpg4win für MicrosoftWindows und eine Konfiguration von GnuPG für das unter Linux nutzbare E-Mail-Programm KMail zur Übertragung von Verschlussachen der Einstufung „VS-Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD)“ zugelassen.

„Durch die Zulassung des OpenPGP-Standards geben wir Behörden ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie auch eingestufte Inhalte vertraulich austauschen können und unterstützen damit als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde das Vorhaben der Bundesregierung, Deutschland zum ‚Verschlüsselungsstandort Nr. 1′ zu machen. Diesem Ziel sind wir wieder ein Stück näher gekommen“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Standardverfahren OpenPGP und S/MIME

Unter Windows lassen sich mit Gpg4win einerseits über den Windows Explorer Dateien, sowie andererseits über das enthaltende Outlook Add-in E-Mails für die vertrauliche Kommunikation verschlüsseln und signieren. Zur Auswahl stehen dabei die Standardverfahren OpenPGP und S/MIME. Die Implementation ist vollständig im Quelltext als Open Source Software verfügbar.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

 

(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay )

 

Letztes Update:07.05.19

  • Datenschutz und IT-Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Services

    Datenschutz und IT-Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Services

    Seminar

    940.10 € Mehr erfahren
  • Löschen nach DS-GVO

    Löschen nach DS-GVO

    Seminar

    940.10 € Mehr erfahren
  • Teleworking unter Beachtung von Datenschutz und Sicherheit

    Teleworking unter Beachtung von Datenschutz und Sicherheit

    Seminar

    940.10 € Mehr erfahren
  • Ersetzendes Scannen

    BSI veröffentlicht Handlungshilfe für ersetzendes Scannen

    Das sogenannte Ersetzende Scannen beschreibt einen Prozess, in dessen Verlauf ein Dokument unter Beachtung strenger Vorschriften in eine digitale Form umgewandelt und die Papierform im Anschluss vernichtet werden darf. Der Prozess stellt dabei sicher, dass das Dokument danach in der digitalen Form die gleichen Eigenschaften wie das Original behält und eine entsprechende rechtliche Gültigkeit aufweist.

    Mehr erfahren
  • Berufsgeheimnisträger und unverschlüsselter E-Mail-Versand

    Die Frage, ob Anwältinnen und Anwälte unverschlüsselt per E-Mail mit Mandanten kommunizieren dürfen, ohne gegen die Pflicht zur Verschwiegenheit zu verstoßen, war in jüngster Vergangenheit öfter ein Streitpunkt.  Datenschutz-Aufsichtsbehörden betrachteten die Fragestellung noch genereller und stellten diese Frage für jegliche Berufsgeheimnisträger, so bspw. auch für Ärzte (Tätigkeitsbericht 2017/18 – Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht, S. 94, Ziffer

    Mehr erfahren
  • EU-Parlament kritisirt Privacy Shield

    Nach dem Ende des Privacy-Shields: GDD gibt Handlungsempfehlungen

    Der EuGH hat das EU-Privacy Shield mit seinem Urteil vom 16.07.2020 (Az: C‑311/18) für ungültig erklärt und an die Pflichten für Datenexporteure und Datenimporteure bei Anwendung der EU-Standardvertragsklauseln, insbesondere hinsichtlich einer rechtskonformen Datenübermittlung, erinnert. Datenexportierende verantwortliche Stellen mit Sitz in der Europäischen Union oder in Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums stehen nun vor der Herausforderung, wie personenbezogene Daten

    Mehr erfahren