Website datenschutzkonform gestalten – so geht‘s

Für Unternehmen, Plattformen bis hin zur Einzelperson – Websites sind so verbreitet wie nie zuvor. Bei Erstellung oder Betrieb einer Website sind jedoch die Besonderheiten des digitalen Raumes zu beachten, insbesondere die Vorgaben im Hinblick auf den Datenschutz. Die DS-GVO enthält eine ganze Reihe an abstrakten Pflichten, die auch auf den Online-Bereich zu übertragen sind. Diese richtig zu übertragen und anzuwenden stellt für viele Betreiber von Websites eine enorme Herausforderung dar.

Vielfältige Anforderungen und Herausforderungen

Ein erstes Problemfeld ist die korrekte Gestaltung von Datenschutzhinweisen, welche die Informationspflichten nach Art. 13 /14 DS-GVO erfüllen sollen. Zur vollumfänglichen Bereitstellung dieser Pflichtinformationen muss bekannt sein, welche Dienste, z.B. Videos, Social Plugins oder sonstige Dienste von Drittanbietern auf der Homepage eingebunden sind. Darüber hinaus ist auch der Umgang mit Tools zur Reichweitenmessung und zum Tracking äußerst herausfordernd. Der Einsatz von Cookies stellt nach wie vor eine rechtliche und technische Herausforderung dar. Zu den Cookies zu Marketing- und Analysezwecken haben Gerichte und Aufsichtsbehörden immer wieder neue Entscheidungen getroffen, sodass die Liste der Anforderungen inzwischen lang und kompliziert ist.

Man muss sich nur zu helfen wissen

Sind allgemeine Kenntnisse über den Aufbau von Websites erst einmal geklärt und bekannt, lässt sich der datenschutzkonforme Betrieb einer Website eigenständig gestalten. Mithilfe kostenloser Tools und Prüftechniken kann ohne Weiteres selbst überprüft werden, ob Websites die rechtlichen und technischen Anforderungen der DS-GVO erfüllen. Dabei spielt nicht nur die Frage, ob Cookies rechtmäßig gesetzt werden, eine Rolle. Vielmehr lassen sich Tools zum Prüfen der Datensicherheit nutzen. Damit wird dem Betreiber einer Website klar, ob die eingesetzte Verschlüsselung ausreichend ist oder ob Opt-out/Opt-in-Verfahren richtig implementiert sind.

Online-Seminar hilft: Fragen klären, Rüstzeug erhalten

Sämtliche Fragen rund um den datenschutzkonformen Betrieb einer Website beantwortet Ihnen die Richterin Kristin Benedikt im Rahmen der Online-Schulung „Websites datenschutzkonform gestalten“. Sie erwerben Kenntnisse rund um die Anforderungen an Websites, deren Aufbau und den Umgang mit kostenlosen Tools. Ziel der Schulung ist, dass Sie mit dem richtigen Rüstzeug an der Hand zukünftig selbst prüfen können, ob Ihre Website die vielfältigen rechtlichen und technischen Anforderungen der DS-GVO erfüllt.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

  • Eine Lupe auf einem Stapel Dokumente.

    Auskunft nach Art. 15 DS-GVO: Akteneinsicht ersetzt keine Auskunft

    Ein Gericht muss einer Prozessbeteiligten auf Antrag eine vollständige Kopie ihrer personenbezogenen Daten aus den Verfahrensakten überlassen. Eine Übersicht der Verfahren und ein Verweis auf die allgemeinen Datenschutzhinweise reichen dafür nicht aus. Das hat das VG Berlin mit Urteil vom 05.08.2026 (Az. 42 K 50/25) entschieden. Sachverhalt Die Klägerin führte mehrere Verfahren vor einem Finanzgericht

    Mehr erfahren
  • Ein Kind, das spät abends im Bett liegt und ein Smartphone benutzt

    Soziale Netzwerke: Eckpunkte für den Kinder- und Jugendmedienschutz

    Das Bundeskabinett hat am 14.10.2026 Eckpunkte für einen besseren Kinder- und Jugendmedienschutz beschlossen. Vorgelegt hat sie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Sie sollen die 56 Handlungsempfehlungen umsetzen, die die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ am 11.09.2026 vorgelegt hat. Mindestalter und abgestufte Nutzung Kinder unter 13 Jahren sollen

    Mehr erfahren
  • Junger Mann, der dem Team Daten zur Cybersicherheit präsentiert.

    Bußgeld gegen IT-Dienstleister wegen fehlendem Sicherheits-Monitoring

    Die schwedische Datenschutzaufsicht IMY hat gegen den IT-Dienstleister Miljödata i Karlskrona AB ein Bußgeld von 1,8 Mio. SEK (rund 160.000 Euro) verhängt. Nach einem Cyberangriff waren Daten von rund 2,2 Mio. Personen im Darknet veröffentlicht worden. Die Behörde sah einen Verstoß gegen Art. 32 Abs. 1 DS-GVO (Beschluss vom 22.09.2026, Dnr. IMY-2025-21177). Miljödata betreibt webbasierte

    Mehr erfahren
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner