Wissenschaftspreis für Arbeiten im Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit

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Der wissenschaftliche Beirat der GDD vergibt Preise an ausgezeichnete Arbeiten im Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Preisverleihung fand traditionsgemäß im Rahmen des Abendprogramms der Datenschutz-Fachtagung (DAFTA) im Maternushaus zu Köln statt.

Der GDD steht ein wissenschaftlicher Beirat zur Seite, der aus anerkannten Experten in den Bereichen Datenschutz, IT-Sicherheit und Sozialwissenschaften besteht. Auf Vorschlag des wissenschaftlichen Beirates vergibt die GDD jeses Jahr ihren Wissenschaftspreis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit.

22 Bewerber aus verschiedenen Bereichen

Dem Beirat lagen in diesem Jahr 22 Arbeiten zur Begutachtung vor. Aus dem Bereich Jura handelte es sich um vier Dissertationen, aus der IT-Security um fünf Dissertationen sowie eine Dissertation aus den Wirtschaftswissenschaften. Die übrigen zwölf Arbeiten waren Nachwuchs- (Bachelor/Master) und Forschungsarbeiten auf verschiedenen Gebieten (Jura, IT-Sicherheit, Wirtschaftswissenschaften etc).

Der GDD-Wissenschaftspreis 2018 im Fachbereich Jura geht an Tim Jülicher mit seiner Dissertationsschrift „Medizininformationsrecht“. In der Sache geht es um eine rechtssystematische Analyse der Informationsbeziehung zwischen Arzt und Patient. Hierzu verknüpft die Arbeit vielfältige rechtliche, technische und gesellschaftliche Aspekte einer ganz besonders sensiblen Vertragsbeziehung.

Im Bereich IT-Sicherheit wird die Dissertation von Tobias Dehling mit dem Titel „Communication of Information Privacy Practices in Consumer Information Systems“ ausgezeichnet. Die Schrift behandelt den Mangel an Transparenz in der Datenverarbeitung. Methodisch wurde dabei ein Spektrum ausgeschöpft, das sich von datenzentrischen Verfahren über quantitative Studien bis zur reinen Theorieentwicklung erstreckt.

Der Nachwuchspreis geht an Kerrin Mengel mit ihrer Arbeit „Privatheit per Verordnung? – Eine kultursoziologische Untersuchung aktueller Expertendiskurse bezüglich des Privacy by Design-Konzeptes vor dem Hintergrund der Umsetzung von Vorgaben der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-Verordnung 2016/679)“. Die kulturwissenschaftliche Arbeit fächert das Thema Privacy by Design zunächst theoretisch auf. Die Theorie ist jedoch kein Selbstzweck, sondern wird durch ein methodisch-empirisches Element im Hauptteil dieser Arbeit weitergeführt. In strukturierten Leitfadeninterviews mit zentralen Experten – Berufspraktikern in Unternehmen und Behörden – ergeben sich für die öffentliche Debatte, für weiterführende Forschung aber auch für die GDD in der praktischen Umsetzung datenschutzrechtlicher Fragen hilfreiche Ein- und Ausblicke.

Letztes Update:25.11.18

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