Diese Webseite verwendet Cookies. Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Website besser zu machen.

Zulässigkeit der Datenverarbeitung für Akkreditierung

Menschenmenge

Das BayLDA beantwortet eine Frage des GDD-Erfa-Kreises Coburg zur Zulässigkeit der Datenverarbeitung für Akkreditierung:

Veranstalter erheben zum Schutz der Besucher/öffentliche Sicherheit von dem auf der Veranstaltung arbeitenden Personal zur Akkreditierung den Vor- und Nachnamen sowie die Privatanschrift und das Geburtsdatum. Am Veranstaltungstag werden diese Daten abgeglichen, indem der Mitarbeiter seinen Personalausweis vorzeigt. Das an der Veranstaltung eingeteilte Personal gibt entweder die Daten direkt in die vorgesehene Online-Maske des Veranstalters ein und willigt ein, dass die Daten für den Zweck verarbeitet werden. Auch die Infopflichten gem. Art. 13 DS-GVO werden bereitgestellt, wobei betont wird, dass zwar eine Online-Maske vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wird, verantwortliche Stelle aber der jeweilige Arbeitgeber ist oder aber der jeweilige Arbeitgeber gibt diese Daten an den Veranstalter weiter. Im Arbeitsvertrag ist hierzu nichts geregelt. Am Veranstaltungstag selbst erfolgt dann bei der Eingangskontrolle der Datenabgleich mit den davor erhobenen Daten und dem Personalausweis, der vorgezeigt wird.
Dürfen die Privatanschrift sowie das Geburtsdatum des arbeitenden Personals für die Akkreditierung erhoben werden?

Antwort des BayLDA:

Nach unserer Ansicht kommen als Rechtsgrundlage Art. 6 lit. a) DS-GVO der Mitarbeiter sowie Art. 6 lit. f) DS-GVO in Betracht.
Da es möglicherweise Mitarbeiter gibt, die mit der Erhebung ihrer Daten nicht einverstanden sind und dann die Freiwilligkeit fraglich ist, würden wir uns daher auf die Datenverarbeitung aufgrund der Interessenabwägung konzentrieren. Entscheidend ist nach unserer Ansicht, ob diese Daten wirklich zur Akkreditierung notwendig sind. Wenn dem so ist, geht unseres Erachtens die Abwägung zugunsten der öffentlichen Sicherheit aus.

Ergänzung der Frage:

Im vorliegenden Fall wurde zwischenzeitlich die Privatanschrift seitens des Veranstalters entfernt und es wird nur noch das Geburtsdatum erhoben, da dies für die Akkreditierung notwendig sei. Das arbeitende Personal stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass eine eindeutige Identifizierung auch anhand des sowieso zu tragenden Lichtbildausweises möglich ist.

Antwort des BayLDA:

Die Erhebung des Geburtsdatums ist zur eindeutigen Identifizierung sachgerecht und auch ausreichend im Sinne der Erforderlichkeitsprüfung nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f) DS-GVO; die Privatanschrift muss dazu nicht erhoben werden.

Letztes Update:18.07.19

  • Arbeitsgemeinschaft (ARGE) betrieblicher Datenschutz

    Arbeitsgemeinschaft (ARGE) betrieblicher Datenschutz

    ARGE

    1130.50 € Mehr erfahren
  • Leitfaden zur Datenschutz-Grundverordnung (E-Book)

    Leitfaden zur Datenschutz-Grundverordnung (E-Book)

    Daten/Download

    99.00 € Mehr erfahren
  • Office 365

    Risiken bei der Nutzung von Office 365

    Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien Hansestadt Bremen (LfDI) nimmt zahlreiche Nachfragen zur cloud-basierten Bürosoftware Office 365 von Microsoft zum Anlass, den Einsatz der Software im Hinblick auf die Sicherheit und Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten genauer zu betrachten. Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat bereits angekündigt, Microsoft Office 365 aufgrund der

    Mehr erfahren
  • Wegweiser

    BfDI startet Transparenz-Offensive

    Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat sich entschlossen, Inhalte seiner Arbeit in zunehmendem Maße der Öffentlichkeit bereitzustellen. In einem ersten Schritt stellt die Behörde Reden und Gastbeiträge des BfDI sowie aufgrund von IFG-Anfragen herausgegebene Informationen auf der eigenen Website ein. Für Datenschutzbeauftragte und Datenschutzverantwortliche dürften insbesondere die veröffentlichten Kontrollberichte interessant sein, die bereits in einem IFG-Verfahren

    Mehr erfahren
  • Weihnachtsgruß per E-mail

    Zulässigkeit von Weihnachtsgrüßen per E-Mail

    Frage GDD-Erfa-Kreis Coburg: Einmal im Jahr verschickt unsere Schwesterfirma an Weihnachten Weihnachtsgrüße per E-Mail. Hierbei handelt es sich um Interessenten aus Kaltakquisen, Stammkunden und gekauften Adressen. Ist dies ohne vorherige Einwilligung rechtlich zulässig? Antwort des BayLDA: Bei bestehenden Kontakt-/Kundenbeziehungen („Bestandskunden“) ist E-Mail- oder SMS-Werbung, Newsletter-Zusendung, usw. (weiterhin) zulässig, wenn die elektronischen Kontaktdaten im Zusammenhang mit

    Mehr erfahren