Arbeitspapier zu Datenmanagement- und Datentreuhandsystemen
Die Fokusgruppe Datenschutz veröffentlicht unter der Leitung der GDD ein Arbeitspapier zu den Datenmanagement- und Datentreuhandsystemen anlässlich des Digital-Gipfel 2020 der Bundesregierung.
„Durch Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit“ lautet das Motto des Digital-Gipfels 2020. Technische Innovationen zur Unterstützung ökologischer, ökonomischer und sozialer Ziele sind aus Sicht der Bundesregierung wichtige Aspekte eines nachhaltigen Wirkens. Die Digitalisierung bietet auch hier zahlreiche Chancen. Zugleich stellt sich die Frage, wie der Einzelne vor möglichen Fehlentwicklungen wirksam geschützt werden kann. Der Abschlussbericht der von der Bundesregierung im Jahr 2018 eingesetzten Datenethikkommission hält hierfür Antworten bereit und macht Vorschläge, wie der kontrollierte Zugang zu personenbezogenen Daten verbessert werden kann.
In diesem Zusammenhang wird insbesondere in Datenmanagement- und Datentreuhandsystemen großes Potential gesehen. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass solche Systeme praxisgerecht und datenschutzkonform ausgestaltet sind .Sollen die auch von der Datenethikkommission geforderten verstärkten Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung solcher Systeme erfolgreich sein, muss in einem ersten Schritt ein gemeinsames Verständnis über Sinn und Zweck solcher Modelle hergestellt werden.
Die Fokusgruppe Datenschutz der durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat geleiteten Plattform 9 des Digital-Gipfels möchte hierzu einen Beitrag leisten. In einem Arbeitspapier für den Digital-Gipfel 2020 werden Modelle von Datenmanagement- und Datentreuhandsystemen dargestellt und erläutert. Um den Praxisbezug zu wahren, werden die Erläuterungen durch bestehende sowie zukünftige Szenarien konkretisiert. Die Fokusgruppe Datenschutz ist davon überzeugt, dass die Fortentwicklung solcher Systeme weiter unterstützt werden muss. Die Wahrung von Transparenz und die angemessene Berücksichtigung der Interessen aller beteiligten Akteure sind dabei von essentieller Bedeutung, sowohl heute, als auch im Rahmen einer künftigen europäischen Regulierung von Datenmanagement- und Datentreuhandsystemen.
Das Arbeitspapier kann hier heruntergeladen werden.
Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e.V.
( WrightStudio – stock.adobe.com)
Letztes Update:01.12.20
Das könnte Sie auch interessieren
-
Auskunft nach Art. 15 DS-GVO: Akteneinsicht ersetzt keine Auskunft
Ein Gericht muss einer Prozessbeteiligten auf Antrag eine vollständige Kopie ihrer personenbezogenen Daten aus den Verfahrensakten überlassen. Eine Übersicht der Verfahren und ein Verweis auf die allgemeinen Datenschutzhinweise reichen dafür nicht aus. Das hat das VG Berlin mit Urteil vom 05.08.2026 (Az. 42 K 50/25) entschieden. Sachverhalt Die Klägerin führte mehrere Verfahren vor einem Finanzgericht
Mehr erfahren -
Soziale Netzwerke: Eckpunkte für den Kinder- und Jugendmedienschutz
Das Bundeskabinett hat am 14.10.2026 Eckpunkte für einen besseren Kinder- und Jugendmedienschutz beschlossen. Vorgelegt hat sie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Sie sollen die 56 Handlungsempfehlungen umsetzen, die die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ am 11.09.2026 vorgelegt hat. Mindestalter und abgestufte Nutzung Kinder unter 13 Jahren sollen
Mehr erfahren -
Bußgeld gegen IT-Dienstleister wegen fehlendem Sicherheits-Monitoring
Die schwedische Datenschutzaufsicht IMY hat gegen den IT-Dienstleister Miljödata i Karlskrona AB ein Bußgeld von 1,8 Mio. SEK (rund 160.000 Euro) verhängt. Nach einem Cyberangriff waren Daten von rund 2,2 Mio. Personen im Darknet veröffentlicht worden. Die Behörde sah einen Verstoß gegen Art. 32 Abs. 1 DS-GVO (Beschluss vom 22.09.2026, Dnr. IMY-2025-21177). Miljödata betreibt webbasierte
Mehr erfahren

