KI-Reallabor nimmt Betrieb auf

KI Reallabor

Am 8. Mai 2025 haben die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, in Wiesbaden ein gemeinsames Pilotprojekt zur Simulation eines KI-Reallabors gestartet. Ziel des Projekts ist es, unter realitätsnahen Bedingungen zentrale Anforderungen, Abläufe und Herausforderungen von KI-Reallaboren im Sinne der im August 2024 in Kraft getretenen europäischen KI-Verordnung (KI-VO) zu simulieren und damit Wissen und Kenntnisse über Reallabore zu vergrößern.

Zielsetzung und Ablauf des Pilotprojekts

Das Projekt zielt darauf ab, unter realitätsnahen Bedingungen zentrale Anforderungen, Abläufe und Herausforderungen von KI-Reallaboren zu simulieren. Dabei werden die Abläufe eines KI-Reallabors anhand konkreter Fälle teilnehmender Unternehmen nachgestellt. Zudem sollen notwendige Bedarfe und Ressourcen von Reallaboren eruiert und offene Fragen rund um deren Aufbau und Betrieb identifiziert werden.

Beteiligte Institutionen und Beiträge

Die Bundesnetzagentur und die BfDI bringen ihre regulatorische Expertise zur KI-Verordnung und zur Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in das Projekt ein. Das Land Hessen unterstützt das Projekt durch die Fachexpertise und KI-Infrastruktur, die im Rahmen hiesiger KI-Einrichtungen aufgebaut wurde, wie dem KI-Innovationslabor am hessian.AI, der AI Quality & Testing Hub GmbH sowie dem Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI). Bei der Einhaltung der KI-Verordnung unterstützt das Hessische Justizministerium.

Bedeutung für Datenschutz und KI-Entwicklung

Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider betonte die Bedeutung des Projekts für die Entwicklung rechtskonformer und wettbewerbsfähiger KI in Deutschland. Sie hob hervor, dass praxisnahe Beratung und Räume des begleitenden Ausprobierens notwendig sind, um Innovationen zu ermöglichen, die gleichzeitig die Grundrechte achten.

Die Ergebnisse des Pilotprojekts sollen bis Ende 2025 vorliegen und als Orientierung für den zukünftigen Aufbau und Betrieb echter KI-Reallabore dienen. Darüber hinaus werden die Erkenntnisse weiteren Bundesländern und öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt, um bundesweit den Aufbau von Reallaboren zu unterstützen und die Chancen, die Reallabore im Bereich KI für die Wirtschaft eröffnen, umfassend zu nutzen.

(Grafik: Gorodenkoff – stock.adobe.com)

Letztes Update:25.05.25

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