Risiken im Smarthome: IoT-Geräte, Smart Toys und Datenschutz
Fitness-Tracker, Smart Watches, Fernseher, Kameras, Smart Toys und Sprachassistenten erleichtern unseren Alltag, bringen aber erhebliche Datenschutz- und Sicherheitsrisiken mit sich. Diese „smarten“ Geräte, die unter den Begriff des Internets der Dinge (IoT) fallen, senden regelmäßig Daten ins Internet und automatisieren Prozesse wie die Temperatur- oder Lichtsteuerung.
Die zunehmende Vernetzung bringt jedoch Gefahren mit sich: Ungesicherte Geräte können Cyberkriminellen Zugang zum Heimnetzwerk ermöglichen, sensible Daten wie Gesundheitsinformationen abfangen oder die Kontrolle über Geräte und deren Sensoren übernehmen. Untersuchungen zeigen, dass täglich durchschnittlich zehn Angriffe auf jedes internetfähige IoT-Gerät erfolgen.
Laut dem „Cybersicherheitsmonitor 2024“ des BSI herrscht bei vielen Nutzer*innen von Smarthome-Geräten eine Sorglosigkeit gegenüber Cyberkriminalität. Oft werden die Geräte unzureichend gesichert, was das Risiko von Datenspionage erhöht.
Auch vernetzte Spielzeuge, sogenannte Smart Toys, wie interaktive Teddybären oder Smartphone-gesteuerte Autos, bergen Risiken. Sie sammeln persönliche Daten der Kinder und können bei unzureichender Sicherheit von Cyberkriminellen missbraucht werden. Eltern sollten daher Zugriffsrechte prüfen, sichere Passwörter verwenden, Netzwerkverbindungen bei Bedarf deaktivieren und regelmäßig Updates installieren.
Das EU-geförderte Projekt „#DigitaleVorbilder“ des LfDI MV bietet Eltern in seiner Mediathek Videos und Materialien rund um das Thema Datenschutz und Sicherheit bei smarten Geräten und Spielzeugen.
Der Cybersicherheitsmonitor 2024 des BSI untermauert dies:
- Auch relevante Risiken kennt nur eine Minderheit: 42 Prozent der Befragten haben z. B. schon einmal gehört, dass auch Smarthome-Geräte von einer Infektion mit Schadsoftware betroffen sein können.
- Bei der Nutzung von Smarthome-Geräten werden nur wenige Schutzmaßnahmen umgesetzt: Etwa 4 von 10 Smart Speaker-Nutzerinnen und Nutzern installieren z. B. regelmäßig Updates – manuell oder automatisch.
(Foto: ArchiVIZ – stock.adobe.com)
Letztes Update:04.10.24
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