Verantwortlichkeiten und Aufgaben nach der DS-GVO

Praxishilfen

Hätten die Arbeitskreise der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD e.V.) ein Motto unter dem sie, nicht erst seit Wirksamwerden der DS-GVO, ihre sogenannten Praxishilfen veröffentlichen, könnte eines dieser Leitsprüche wie folgt lauten:
„Aus der Praxis – für die Praxis“ oder aber auch „Weniger Reden – mehr Machen“. Der Verzicht auf die Darstellung von zähen juristischen Theorien und das Abdrucken mächtiger Fußnotenapparate ist hier kein Bug, sondern ein Feature.

Die Praxishilfen der GDD beanspruchen für sich, dem Anwender klare und verständliche Hilfen und Anleitungen an die Hand zu geben und haben in den meisten Fällen den Datenschutzbeauftragten oder den Verantwortlichen als Rolle und Adressat im Fokus. Daher müssen sich alle Praxishilfen an dem Anspruch messen lassen, in wie weit die Ausführungen diesem Adressatenkreis einen Mehrwert im Hinblick auf das Datenschutzmanagement bieten.

In genau dieser Manier und der gewohnten Qualität nimmt die aktuellste Publikation „Verantwortlichkeiten und Aufgaben nach der Datenschutz-Grundverordnung“ die übrigen Rollen einer Datenschutzorganisation ins Blickfeld. Dabei handelt es sich um eine Überarbeitung der Praxishilfe, in die nunmehr die vielfältigen Erfahrungen aus der Beratungspraxis der GDD-Geschäftststelle und auch die Erfahrungen der an der Aktualisierung mitwirkenden Praktiker einfließen.

Die DS-GVO überträgt dem Verantwortlichen bzw. Auftragsverarbeiter die Pflicht, durch organisatorische Maßnahmen die Einhaltung des Datenschutzes sicherzustellen. Wie bei der Umsetzung aller regulatorischen Vorgaben kommt dabei der klaren Definition und Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben eine entscheidende Bedeutung zu.

Die GDD-Praxishilfe „Verantwortlichkeiten und Aufgaben nach der Datenschutz-Grundverordnung“ versucht auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben, der Entwicklungen in Unternehmen und Behörden seit Geltung der DS-GVO sowie allgemeiner Organisationsformen ein Modell hierfür aufzuzeigen. Die Herausforderung dabei besteht darin, dass die Umsetzung der Aufgaben aus der DS-GVO grundsätzlich unabhängig von Größe und Organisationsgrad der betroffenen Einheit, z.B. als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU), Konzern oder Behörde, sicherzustellen und somit nicht disponibel ist.
Andererseits obliegt die konkrete interne Zuweisung von Kompetenzen, Rollen und operativen Verantwortlichkeiten der jeweiligen konkreten Situation im Unternehmen / in der Behörde und ist in Abhängigkeit der Größe und räumlichen Verteilung des Unternehmens, der Geschäftsstrategie, dem allgemeinen Steuerungs- und Führungsmodell und der individuellen Risikosituation anzupassen.

Die Praxishilfe kann hier abgerufen werden oder per Direktdownload (PDF). 




Letztes Update:25.08.21

  • Teil 3: Datenschutz-Management nach der DS-GVO

    Teil 3: Datenschutz-Management nach der DS-GVO

    Seminar

    2021-11-09, 09:00 | Berlin

    2021-11-09, 09:00 | Berlin

    2021-11-03, 09:00 | online

    2022-04-06, 08:00 | Köln

    2022-04-06, 08:00 | Köln

    1297.10 € Mehr erfahren
  • Fax

    Nutzung von Fax-Diensten bei sensiblen Daten unzulässig

    Seit der offiziellen Einführung des Faxdienstes in Deutschland durch die damalige Deutsche Bundespost sind mehr als 40 Jahre vergangen. Der Faxdienst wird in Deutschland damit fast genauso lange genutzt, wie es Videotext (Teletext) gibt. Beide Dienste erfreuen sich in Deutschland eines Nutzerkreises in Millionenhöhe. Geht es nach dem Willen der deutschen Datenschutz-Aufsichtsbehörden geht es einem

    Mehr erfahren
  • Verwarnung wegen Mitarbeiterexzess

    Regel: Unternehmen haften für Datenschutzverstöße ihrer Beschäftigten Nach Auffassung der Datenschutzkonferenz (DSK) als Gremium der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden sollen Unternehmen im Rahmen von Art. 83 DS-GVO für Datenschutzverstöße eines jeden Beschäftigten haften, wenn der Mitarbeiter nicht im Exzess (für eigene Zwecke) gehandelt hat. Dabei sei nicht erforderlich, dass für die Handlung ein gesetzlicher Vertreter oder eine

    Mehr erfahren
  • Impfstatus

    Impfstatus: Abfrage durch Arbeitgeber

    Der Bundestag hat am Dienstag, 7. September 2021 einstimmig dem von den Koalitionsfraktionen initiierten 30-Milliarden-Euro-Aufbaufonds für die vom Juli-Hochwasser betroffenen Gebiete zugestimmt. Der angenommene Gesetzentwurf, mit dem auch das Infektionsschutzgesetz mit Blick auf die Corona-Pandemie geändert wurde, beinhaltet eine Verpflichtung, bei der Einreise über einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis zu verfügen. Ferner ist in bestimmten Einrichtungen eine Auskunftspflicht der Mitarbeiter

    Mehr erfahren