Compliance-Verstöße: Keine Vorfeststellung natürlicher Personen mehr erforderlich

EuGH: Banken haften auch ohne Verurteilung ihrer Organmitglieder

Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 29. Januar 2026 (C-291/24) entschieden, dass die EU-Geldwäscherichtlinie einer nationalen Regelung entgegensteht, die Sanktionen gegen juristische Personen von der förmlichen Feststellung der Schuld natürlicher Personen abhängig macht. Das Urteil stärkt die Durchsetzbarkeit von Compliance-Anforderungen im Finanzsektor. Ausgangssachverhalt aus Österreich Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hatte gegen die Steiermärkische Bank

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Diskriminierung AGG Gleichbehanflung Wohnungssuche

Immobilienmakler haftet für ethnische Diskriminierung bei Wohnungsvermittlung

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 29. Januar 2026 (I ZR 129/25) entschieden, dass Immobilienmakler für Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft bei der Wohnungsvermittlung auf Schadensersatz haften. Das Urteil stärkt den Diskriminierungsschutz im Wohnungsmarkt und klärt wichtige Fragen zur Haftung von Maklern als Hilfspersonen. Sachverhalt und Testing-Methode Eine Mietinteressentin mit pakistanischem Namen bewarb sich im November

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Due Dilligence

Due Diligence beim Unternehmensverkauf: Datenschutzrechtliche Anforderungen

Die liechtensteinische Datenschutzstelle hat Leitlinien zur datenschutzkonformen Durchführung von Due Diligence-Prüfungen bei Unternehmensverkäufen veröffentlicht. Im Spannungsfeld zwischen dem Transparenzinteresse von Käufer und Verkäufer sowie den Schutzinteressen betroffener Personen bedarf es einer sorgfältigen Abwägung. Datenminimierung als Leitmaxime Zentrale Anforderung ist die Beachtung des Grundsatzes der Datenminimierung und Verhältnismäßigkeit nach Art. 5 Abs. 1 lit. c DS-GVO.

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Geheimschutz und Cloud

BSI veröffentlicht Leitfaden für Cloud-Lösungen im Geheimschutzkontext

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen umfassenden Leitfaden zum Einsatz von Cloud-Technologien bei der Verarbeitung von Verschlusssachen in der Bundesverwaltung herausgegeben. Das Dokument adressiert die zunehmende Notwendigkeit, Effizienzpotenziale und Skalierbarkeit von Cloud-Diensten auch im sensiblen Geheimschutzbereich zu nutzen. Rechtlicher Rahmen und technische Anforderungen Der Leitfaden basiert auf der Verschlusssachenanweisung (VSA) des

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Staatliche Cyberangriffe

Staatlich gesteuerte Cyberangriffe: Bedrohungslage und Schutzmaßnahmen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt in seiner aktuellen Publikation („Cyberangriffe Gefahren, Risiken und Schutz vor staatlich gesteuerten Attacken) vor der zunehmenden Gefährdung durch staatlich orchestrierte Cyberattacken. Deutschland rückt aufgrund seiner zentralen Rolle in EU und NATO sowie als führender Technologiestandort verstärkt in den Fokus ausländischer Nachrichtendienste. Zentrale Akteure und Angriffszwecke Staatlich gelenkte Akteure nutzen

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LinkedIn-Vernetzung ist keine Werbeeinwilligung

LinkedIn-Verrnetzung begründet keine Einwilligung für Werbe‑E‑Mails

Das AG Düsseldorf hat mit Urteil vom 20.11.2025 (Az. 23 C 120/25) klargestellt, dass berufliche Vernetzung in sozialen Netzwerken keine Einwilligung für den Versand werblicher E-Mails begründet. Hintergrund war ein Fall, in dem ein IT-Dienstleister zwei Werbe-E-Mails an eine GmbH sandte, die lediglich über LinkedIn vernetzt war, ohne dass eine ausdrückliche Zustimmung vorlag. LinkedIn-Kontakte ≠ Einwilligung für

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